Von 1973 bis Heute

Die Bezirksalarmzentrale Mödling entstand bereits im Jahr 1973 als eine der ersten organisierten Einsatzzentralen in Niederösterreich; zunächst im alten Feuerwehrhaus in der Elisabethstraße 28. Die Verantwortlichen der Stadtgemeinde Mödling, der Feuerwehr unter dem Kommando von Branddirektor BR Rudolf Andre, Vertreter der Wirtschaft der Südregion im Bezirk und die Bürgermeister der Gemeinden des Bezirkes Mödling haben mit dem privaten Betreiber DI Ellbogen die Idee einer ständig besetzten Bezirksalarmzentrale in die Tat umgesetzt.

Die Schaffung einer eigenen Feuerwehralarmzentrale war eigentlich erst durch die Übersiedelung des Mödlinger Roten Kreuzes in ein eigenes Gebäude zu Beginn der 1970er Jahre notwendig geworden. Bis dahin hatte es eine gemeinsame Telefonzentrale der beiden Organisationen gegeben

Mit 1. Jänner 1973 hat die Bezirksalarmzentrale ihren Dienst mit dem einzigen Bediensteten, LM Gerhard Sedlaczek, und mit den freiwilligen Hauptverantwortlichen, HBM Ferdinand Weiss und OBI Karl Ellmeier, bzw. nach dessen Ableben BM Alexander Grim, aufgenommen. Die Aufgabenbereiche waren mit dem Stadtgebiet Mödling und dem Einsatzgebiet der FF Wiener Neudorf noch in einem Anfangsstadium. In den folgenden Jahren wurde der Verantwortungsbereich erweitert nach und nach die einzelnen Feuerwehren des Bezirkes von der Bezirksalarmzentrale Mödling aus alarmiert und betreut. 1975 erfolgte der Anschluss der ersten TUS-Anlagen im Bezirk im neu geschaffenen Industriezentrum-Süd. Dies hatte zur Folge, dass in den Jahren 1975 und 1980 auf Grund des immer höher werdenden Einsatzaufkommens, jeweils ein weiterer Bediensteter für die Besetzung der Bezirksalarmzentrale eingestellt wurde.

Von links: Karl Schantl, Karl Mayer, Ferdinand Weiss sen., Jörg Thiel

Im Jahr 1984 wurde die Bezirksalarmzentrale im Neubau des Feuerwehrhauses Mödling am Schulweg 9 im ersten Stock nächst der Fahrzeughalle untergebracht und mit damals neuester Technologie ausgestattet. Nach dem Umzug in das neue Feuerwehrgebäude musste für den Nachtdienstbetrieb ein gänzlich neues System mit anderem freiwilligen Personal aufgebaut werden.

Ab 1986 wurde die Bezirksalarmzentrale unter BR Werner Rachenzentner mit weiteren Innovationen ausgestattet. Der zu dieser Zeit dafür Verantwortliche OBM Alexander Grim hat diese Zentraleneinrichtung bis 1991 stark geprägt und mit vielen Neuerungen aufgewertet. Seit 20. April 1988 sind alle Feuerwehren des Bezirkes Mödling über Sirene von der Bezirksalarmzentrale aus alarmierbar.

Von links Werner Brixel, Alfred Offenbacher sen.

Nachdem das Einsatzaufkommen auch weiter stark anstieg, musste 1991 anstelle des Dienstbetriebes mit freiwilligem Personal ein „Rund um die Uhr Dienst“ mit hauptamtlichen Bediensteten eingerichtet werden.

Im Jahr 1994 wurden die Bediensteten der Feuerwehr als Vertragsbedienstete der Stadtgemeinde Mödling im Dienstpostenplan aufgenommen; die Finanzierung der Bediensteten wird von der Stadtgemeinde Mödling, durch alle Gemeinden des Bezirkes und durch die Einnahmen der Brandmeldeanlagen sichergestellt.

Schließlich wurde 1995 das bestehende System, das mittlerweile 11 Jahre lang im Betrieb war, auf neue Technologien aufgerüstet werden, was eine komplette Umstellung der Technik und Organisation nach sich zog. Diese Umstrukturierung wurde von ABI Gottfried Bauer durchgeführt, der auch die Bezirksalarmzentrale bis 2000 in der Funktion des Hauptsachgebietsleiters führte.

Von links: Zivildiener und Christian Frank

Das damals neue Einsatzleitsystem der Landeswarnzentrale Niederösterreich wurde seit 2001 als Pilotversuch zunächst bei den Bezirksalarmzentralen Mödling, Amstetten und Melk eingeführt und getestet. In dieser Zeit wurden auch sämtliche relevanten Daten durch die Mitarbeiter der Bezirksalarmzentrale eingepflegt: Alle Straßen im Bezirk, alle TUS - Objekte samt Alarmplänen und Brandschutzbeauftragten sowie alle Alarmpläne für die Feuerwehren im Bezirk wurden erfasst. Nach Beendigung der Testphase ist nunmehr seit Beginn 2003 die Leitstellensoftware ELDIS 3 in Betrieb.

 

Im Jahr 2011 erfolgte eine weitere Neuerung um die Bedienung der mittlerweile zahlreichen Einzelcomputer maßgeblich zu erleichtern: Auf der Feuerwehrmesse „Roter Hahn“ wurde der Kontakt zu einem Schweizer Unternehmen hergestellt, das sich auf die Entwicklung von Visualisierungs- und Bedienelementen für Mehrbildschirmlösungen spezialisiert hat. Noch im selben Jahr wurden die Computer der einzelnen Alarmierungs- und Überwachungseinrichtungen der BAZ in eine Monitorwand, bestehend aus je 10 Einzelbildschirmen und teilweise über zwei Arbeitsplätze „gespiegelt“, integriert. Die Bedienung all dieser PCs erfolgt über je nur eine multifunktionale Tastatur und Maus, was eine erhebliche Arbeitserleichterung darstellte.

 

 

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