Nov 2013 

Schadstoffeinheiten des Bezirkes Mödling üben gemeinsam für den Ernstfall

Die Verkettung unglücklicher Ereignisse führte in den Abendstunden des 14. November 2013 zu einem folgenschweren Unfall nahe des Wirtschaftshofes in Gaaden.

Einsatzleiter ABI Thomas Kaltenecker bei der Erkundung der Lage

Während des Abladevorganges eines Gefahrenguttransporters krachte ein mit zwei Personen besetzter PKW in das Heck des LKW's. Der Aufprall war so heftig, dass die Fahrzeuginsassen im Auto eingeklemmt wurden, der LKW Fahrer das Bewusstsein verlor, und zahlreiche Fässer des Gefahrenguttransportes umfielen bzw. Leck schlugen.

Dieses vom Abschnittssachbearbeiter Schadstoff OV Christian Vlach ausgearbeitete Szenario stellte die Grundlage für eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Gaaden gemeinsam mit den Kräften des Schadstoffzuges des Bezirkes Mödling und dem Rettungsdienst dar.

Gegen 18:30 Uhr alarmierte die Bezirksalarmzentrale die Freiwillige Feuerwehr Gaaden zum Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. Bei Ankunft der ortszuständigen Feuerwehr stellte Einsatzleiter ABI Thomas Kaltenecker fest, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen Verkehrsunfall sondern einen Schadstoffunfall handelt.

Als Erstmaßnahmen wurden die Unfallstelle weiträumig abgesperrt, ausgeleuchtet, ein dreifacher Brandschutz aufgebaut und mit der Menschenrettung unter umluftunabhängigem Atemschutz begonnen. Weiters wurde der Schadstoffzug des Bezirkes angefordert.

Der Schadstoffzug des Bezirkes Mödling setzt sich aus den Mitgliedern des Schadstoffberatungsdienstes des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes und den Einsatzelementen der Feuerwehren Wiener Neudorf, Perchtoldsdorf und Breitenfurt zusammen.

Bis zum Eintreffen des Schadstoffzuges konnten bereits alle drei Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet und einer Not- Dekontamination zugeführt werden. Die Verletzten wurden im Anschluss durch den Arbeiter Samariter Bund, welcher mit zwei Fahrzeugen und vier Mann an der Übung teilnahm, erstversorgt.

Auch unterstützte die Bezirksalarmzentrale den örtlichen Einsatzleiter und übermittelte Datenblätter zu den im LKW gefundenen Fässern via Funk und Email direkt an die Einsatzstelle.

Fast zeitgleich trafen die Mitglieder des Schadstoffberatungsdienstes sowie die Einsatzelemente des Schadstoffzuges am Übungsort ein, sofort wurde eine kurze Lagebesprechung mit dem örtlichen Einsatzleiter gemacht, drei Trupps mit Schutzanzügen der Klasse 2 und 3 ausgerüstet sowie ein Dekoplatz errichtet.

Durch die im Gefahrenbereich eingesetzten Schutzanzugtrupps konnten alle beschädigten Fässer verschlossen bzw. geborgen werden. Nach erfolgreicher Dekontamination aller im Wirkbereich des Schadstoffs eingesetzten Kräfte und Gerätschaften konnte das Übungsziel erreicht und die Übung als beendet erklärt werden.

Füllung der verbrauchten Atemschutzflaschen vor Ort durch das Tauchdienstfahrzeug

Im Anschluss an die Übung wurde eine Nachbesprechung der Feuerwehren gemeinsam mit dem Rettungsdienst und den Übungsbeobachtern abgehalten. Insgesamt nahmen 80 Feuerwehrmitglieder und 16 Fahrzeuge an der über zwei Stunden langen Übung teil.

 

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