Okt 2017 

FF Biedermannsdorf & Laxenburg

Um den Mitgliedern der Feuerwehrjugend einen Einblick in das Leben eines aktiven Feuerwehrmitglieds zu geben, wurde am Wochenende von 21. bis 22 September ein 24-Stunden-Feuerwehrtag veranstaltet.

Zu diesem Zweck wurden durch das Jugendbetreuerteam der Feuerwehren Laxenburg und Biedermannsdorf Schulungen und Einsatzübungen vorbereitet, welche die Mitglieder der FJ unter Beratung und Betreuung von aktiven Mitgliedern zu absolvieren hatten.

Gemeinsam mit der FJ Laxenburg trafen die Mitglieder der FJ Biedermannsdorf um 13:00 Uhr im Feuerwehrhaus Laxenburg ein. Die Mannschaft wurde über den Ablauf der nächsten 24 Stunden informiert und danach wurde eine Schulung an den Fahrzeugen der FF Laxenburg abgehalten.

Da in der Realität Einsätze auch nicht vorhersehbar sind, wurde die Fahrzeugschulung dann durch den ersten (gestellten) Einsatz unterbrochen. Dieser wurde mittels Pager alarmiert und sogleich mussten sich die FJ-Mitglieder ihre Einsatzbekleidung anziehen und in der Fahrzeughalle treffen, um in weiterer Folge zu der alarmierten Einsatzörtlichkeit auszurücken.

Bei dem ersten gestellten Einsatz handelte es sich um einen Wohnhausbrand, bei der zwei Personen vermisst wurden. Die FJ-Mitglieder mussten ihr bereits im Vorfeld bei den Jugendstunden (immer Montags 18-20 Uhr) erlerntes Wissen praktisch umsetzen und so rüsteten sich zwei Atemschutztrupps aus, um die vermissten Personen zu retten und den Brand zu löschen.

Nach dem Einsatz stand die nächste Schulung für die FJ-Mitglieder an. Bei der Schulung wurde ihnen Anfangs die Basics der Ersten Hilfe näher gebracht und in der Praxis wurde den Jugendlichen anhand einer Übungspuppe die richtige Reanimation sowie das Anlegen eines Druckverbandes und die richtige Helmabnahme nach einem Verkehrsunfall vermittelt.

Unmittelbar nach der Schulung schrillten erneut die Pager. Das Alarmstichwort hieß, „Technischer Einsatz – Person in Notlage, Person unter Pkw eingeklemmt“.

Die FJ-Mitglieder eilten erneut gemäß Ausrückeordnung zum Einsatzgeschehen. Nach Erkundung der Einsatzstelle durch den Einsatzleiter, wurde der Befehl gegeben, die Person schonend und mittels Hebekissen zu retten. Die FJ-Mitglieder konnten die Person rasch unter dem PKW hervorholen und dem fiktiv anwesenden Rettungsdienst übergeben.

Nach erledigter Arbeit wurde von den Jugendbetreuern das Abendessen zubereitet, über welches sich unsere hungrigen Jugendlichen sehr freuten.

Der Tag fand seinen Ausklang mit einem Spieleabend. Nach einer erfrischenden Dusche kehrte die vermeintliche Nachtruhe ein und die Kinder gingen auf ihren Bereitschaftsbetten schlafen.

Kurz nach Mitternacht schrillten erneut die Pager. Diesmal war es das Alarmbild „Brandeinsatz - TUS-Alarm“. Wie Profis sprangen die Mitglieder aus den Betten, besetzten die Fahrzeuge und fuhren zu der alarmierten Brandmelderauslösung. Am Einsatzort musste anhand der Brandschutzpläne der auslösende Melder gefunden und nach dessen Auffindung die erleichternden Worte „Fehlalarm“ der Mannschaft mitgeteilt werden.

Nach dem Ereignis ging die mittlerweile doch schon sehr müde wirkende junge Mannschaft wiederum in ihre Bereitschaftsbetten, um den wohlverdienten Schlaf nachzuholen.

 

In der Früh wurde mit allen Kindern das Frühstück vorbereitet und die Eindrücke des letzten Tages besprochen.

Am Vormittag folgte dann erneut eine Ausrückung: Der Einsatzgrund war ein Verkehrsunfall mit vier eingeklemmten Personen. Nach Absperrung der Verkehrsfläche, Aufbau des Brandschutzes und der Sicherung des Fahrzeuges gegen Abrollen, wurde mittels hydraulischem Rettungsgerät die Menschenrettung begonnen. Wie alt-gediente Profis wurde durch die junge Mannschaft der Pkw in die erforderliche Form gedrückt und geschnitten, um die verletzte Person aus dem Fahrzeug zu befreien.

Nach Versorgung der Gerätschaften schrillte für die FJ-Mitglieder zum letzten Mal an diesem Wochenende der Pager und der Hausalarm. Die neuerliche Alarmierung lautete „Brandeinsatz – Pkw-Brand“.

Fast schon routiniert begaben sich die FJ-Mitglieder zu dem Einsatz, wo durch den Einsatzleiter eine Brandbestätigung festgestellt wurde. Der Angriffsbefehl wurde durch die FJ-Mitglieder umgesetzt und diese begaben sich mit zwei Rohren zu den brennenden Fahrzeugen, um diese zu löschen.

Im Anschluss nahm die hungrige Mannschaft das hervorragende Mittagessen ein und es wurden die letzten 24 Stunden und die damit verbundenen Erkenntnisse mit allen Mitgliedern besprochen.

Sicher ist, dass allen Beteiligten die letzten 24 Stunden unglaublich viel Spaß gemacht haben. Überdies ist auch gewiss, dass diese Stunden die Kameradschaft zwischen Jung und Alt, FJ-Laxenburg und FJ-Biedermannsdorf massiv gestärkt und gefördert sowie eine tolle Basis im Unterabschnitt für zukünftige Tätigkeiten geschaffen haben.

 

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