Okt 2017 

Zahlreiche Einsätze im Bezirk Mödling

Zahlreiche Sturmschäden hatten an diesem Wochenende auch das Einsatzgeschehen der Feuerwehren des Bezirks Mödling im Griff; hier ein Auszug aus den Einsätzen sowie einige Kennzahlen: Gestern, Sonntag, mussten 96 Einsätze im Bezirk Mödling abgearbeitet werden. Es waren ca. 250 Notrufe in der Bezirksalarmzentrale zu beantworten, diese war zeitweise mit zwei Disponenten besetzt. 19 Freiwillige Feuerwehren und zwei Betriebsfeuerwehren waren im Einsatz.

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27. Oktober 2017 um 15:00 Uhr, Wiener Neudorf: Erste Sturmeinsätze in Wiener Neudorf

Innerhalb der letzten 24 Stunden rückte die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf zu bereits vier Sturmeinsätzen aus. So mussten bereits jetzt lose Baustellengitter und Balkongeländer gesichert sowie abgebrochene Äste in einem Park entfernt werden.

Aufgrund der angesagten Windgeschwindigkeiten in den kommenden Stunden wurden bereits erste Vorsogemaßnahmen seitens der Blaulichtorganisation getroffen. So wurden z.B.: zusätzliche Motorkettensäge auf die Fahrzeuge aufgerüstet sowie die gesamte Mannschaft über die Wetterentwicklung informiert.

Sonntag: Die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf stand am Sonntag, so wie viele andere Feuerwehren in ganz Österreich, bei zahlreichen Einsätzen aufgrund der derzeitigen Wettersituation im Einsatz. So rückte die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf zu losen Fasadenteilen am Gemeindeamt, abgetragenen Dächern, umgestürzten Verkehrszeichen sowie zu mehreren kleineren Einsätzen aus. Mehr als 20 Feuerwehrmänner standen seit den frühen Morgenstunden fast ununterbrochen im Dauereinsatz. Bis zum Abend waren es insgesamt 17 Einsätze. Bis auf drei Brandmeldeauslösungen und einem PKW auf dem Gleiskörper sorgte das Sturmtief für die restlichen Einsätze.

 

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27. Oktober 2017 um 15:25 Uhr, Laxenburg: Photovoltaikanlage droht abzustürzen

Am 27. Oktober 2017 um 15:25 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Laxenburg zu einem Sturmschaden in die Niklas Steuber-Gasse alarmiert.
Bei einem Einfamilienhaus drohte die Photovoltaikanlage vom Dach abzustürzen.
Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde uns vom bereits anwesenden Elektriker mitgeteilt, dass die Anlage stromlos geschalten ist.
Die Elektromonteure sicherten vorerst händisch die Anlage gegen weiteres Abstürzen.
Unverzüglich wurde als Erstmaßnahme die Konstruktion mittels Rundschlingen und Arbeitsleinen gegen Absturz gesichert.
Nach gesichertem Ausstieg auf das Flachdach wurden mit dem Akku-Kombigerät die Auflagerplatten sowie Photovoltaikpaneele der Konstruktion getrennt.
Die einzelnen Elemente wurden anschließend gesichert auf der Dachterrasse abgelegt.
Die Freiwillige Feuerwehr Laxenburg stand mit 15 Mitgliedern und drei Fahrzeugen 90 Minuten im Einsatz.
Fotos/Presseteam FF Laxenburg

 

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29. Oktober 2017 um 08:48, Brunn am Gebirge: Mehrere teils zeitgleiche Einsätze

Auch Brunn am Gebirge blieb von dem weitläufigen, bereits seit Tagen angekündigtem, Sturmtief am Sonntag dem 29.10.2017 nicht verschont: Um 08:48 Uhr wurden die Mitglieder der Feuerwehr Brunn erstmals zu einem Sturmschaden alarmiert. Ein Baum war von einem Privatgrundstück über einen viel befahrenen Radweg gestürzt. Da an diesem Tag mit mehreren Einsätzen zu rechnen war, wurde die Mannschaft bereits bei diesem Einsatz in zwei Einheiten aufgeteilt um auch für parallel abzuarbeitende Einsätze gerüstet zu sein. Die zu diesem Einsatz beorderte Einheit entfernte mit einigen gekonnten Schnitten mit der Motorkettensäge das Astwerk und legte die Einzelteile anschließend ab.
Kurz nachdem die Kräfte von diesem ersten Einsatz eingerückt waren, meldete eine Hausverwaltung eine gebrochene Lichtkuppel in einem Gewerbebetrieb in der Industriestraße. Dieser Einsatz gestaltete sich etwas schwieriger als der Vorangegangene, da die Lichtkuppel aufgrund des immer stärker werdenden Sturms schwer erreichbar war und die gegen Absturz gesicherten Einsatzkräfte beim Arbeiten den vollen Windlasten ausgesetzt waren. Schlussendlich konnte die Kuppel mittels Schalplatten abgedeckt werden und auch dieser Einsatz erfolgreich beendet werden.
Noch während Einheit 1 mit dem Einsatz in der Industriestraße beschäftigt war, galt es für Einheit 2 einen umgestürzten Bauzaun in der Leopold Gattringer-Straße zu sichern und eine umgestürzte ca. 50 m lange Einfriedung eines Neubaus in der Anton Seidl-Gasse zu entfernen.
Nachdem alle Kräfte für eine kurze Stärkung das Feuerwehrhaus aufsuchen konnten, meldete ein Passant telefonisch einen umgestürzten, den Verkehr behindernden Bauzaun, in der Franz Schubert-Straße. Auf der Fahrt zu diesem Einsatz stellten die eingesetzten Kräfte zusätzlich eine umgestürzte Plakatwand am Rennweg fest.
Den bisherigen Abschluss dieses stürmischen Sonntags bildete ein herrenloser Mistkübel in der Dreihäusergasse, welcher von den Mitgliedern der FF Brunn eingefangen und seinem Besitzer übergeben werden konnten.

Fotos: SB Marco Oesze

 

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29. Oktober 2017 um 12:50, Maria Enzersdorf: Mehrere Sturmeinsätze

Wie im Vorfeld vom Wetterdienst prognostiziert, fegte das angesagte Sturmtief am 29. Oktober 2017 über weite Teile des Landes. Auch der Bezirk Mödling blieb dabei nicht unverschont. Um 12:50 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Maria Enzersdorf zum ersten technischen Einsatz alarmiert. In der Dobrastraße, im Ortsteil Südstadt, verursachte eine starke Böe die Beschädigung an einem Hausanschlusskasten der elektrischen Energieversorgung. Mit wenigen, geschickten Handgriffen und etwas Nähmaschinenöl, konnte das defekte Schloss vorübergehend in Stand gesetzt werden. Kaum war die Mannschaft wieder im Feuerwehrhaus zurück und die Einsatzfahrzeuge auf den Standplätzen abgestellt, erfolgte über die Bezirksalarmzentrale eine weitere Alarmierung. Erneut galt es, im Ortsteil Südstadt, einen Sturmschaden zu bewältigen. Als die Einsatzkräfte gegen 13:30 Uhr in der Hohe Wand-Straße eintrafen, bot sich Ihnen folgende Schadenslage. Mehrere starke Äste einer großen, alten Weide waren gebrochen, teilweise bereits abgestürzt, oder verfingen sich im dichten Geäst des Baumes. Um Passanten vor drohenden Abstürzen weiterer Äste zu schützen, erfolgte rasch eine entsprechende Absicherung der Einsatzstelle. Nach kurzer Absprache und Koordination der jeweiligen Fahrzeugkommandanten, entschied der Einsatzleiter, BI Martin Gall, den über den Gehweg hängenden Ast, mittels Ladekran des schweren Rüstfahrzeuges, zu sichern und die erforderlichen Schnittarbeiten über das Hubrettungsfahrzeug durchzuführen. Unter ständiger Beachtung der notwendigen Sicherheitseinrichtungen für die Mannschaft, wurde das Geäst schrittweise abgetragen und zu Boden gebracht. Nach Abschluss aller Arbeiten und der Verständigung der betroffenen Hausverwaltung, konnte die Mannschaft den vorerst letzten Einsatz beenden und im Feuerwehrhaus mit den umfassenden Nacharbeiten beginnen. Der Schadensbereich in der Wohnhausanlage blieb weiterhin für Passanten gesperrt.

Einen Tag nach dem Sturmtief "Herwart", waren die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Maria Enzersdorf erneut mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Gegen 11:00 Uhr alarmierte die Bezirksalarmzentrale die Mannschaft zum Sturmschaden in die Ottensteinstraße. Hier galt es, einen umgerissenen Busch zu zerkleinern, um den blockierten Gehweg wieder passierbar zu machen. Das mächtige Astwerk wurde im Anschluss sofort durch die Marktgemeinde Maria Enzersdorf abtransportiert.

Fotos: Florian Zeilinger

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