Mrz 2009 

Atemschutztrupp entdeckt Propangasflasche bei Zimmerbrand

Am Areal eines ehemaligen Treibstofflagers nahe der B16 kam es am Sonntag Nachmittag, 15. März 2009 zu einem Brand. Als Rot Kreuz Dienststellenleiter Gerald Pitsch gegen 16:30 Uhr zu seinem gepachteten Objekt zufahren wollte bemerkte er den Brand und verständigte per Notruf die Feuerwehr.

Der Disponent der Bezirksalarmzentrale Mödling, LM Michael Krouzek, alarmierte die Freiwillige Feuerwehr Achau zum Brandeinsatz. Nur kurze Zeit später rückte das erste Tanklöschfahrzeug in Richtung Brandobjekt aus.

Bei der Ankunft konnte bereits Feuerschein im Inneren des ebenerdigen Gebäudes wahrgenommen werden. Unverzüglich rüstete sich ein Atemschutztrupp aus und begann mit einem C-Rohr die Brandbekämpfung.

Da zu dieser Zeit das Brandausmaß noch nicht festgestellt werden konnte, wurde die Freiwillige Feuerwehr Münchendorf nachalarmiert. Inzwischen wurde von den Einsatzkräften ein Hochleistungslüfter im Eingangsbereich in Stellung gebracht.

Während der Löscharbeiten wurde vom Atemschutztrupp der Feuerwehr Achau eine Propangasflasche entdeckt. Diese wurde sofort gekühlt und anschließend ins Freie gebracht. Dort wurde die Gasflasche von der bereits eingetroffenen Feuerwehr Münchendorf übernommen und mit einem weiteren C-Rohr gekühlt.

Um gegen den Brand effizienter vorgehen zu können entschied Einsatzleiter HBI Christian Giwiser einen zweiten Atemschutztrupp mit einem weiteren C-Rohr ins Objekt zu schicken. Um einen Engpass bei der Wasserversorgung zu vermeiden, wurde mit der Tragkraftspritze-Münchendorf am nahe gelegenen Neubach angesaugt und eine Zubringleitung zum Tank Achau hergestellt.

Nach rund einer Stunde konnte der Brand gelöscht werden. Um sicher zu stellen, dass auch alle Glutnester gelöscht wurden, wurde die Feuerwehr Biedermannsdorf mit einer Wärmebildkamera alarmiert. Als Grundeigentümer der Gemeinde Achau verschaffte sich auch Bürgermeister Josef Brunner einen Überblick über die Lage am Einsatzort.

Die Suche der Wärmebildkamera zeigte eine erhöhte Temperatur im hinteren Teil des Hauses wo der Brand vermutlich ausgebrochen war. Nach den ersten Ermittlungen der Polizei kann vermutet werden, dass es sich um einen Einbruch gehandelt hat.

Neben dem Sachschaden am Objekt entstand für das Rote Kreuz ein enormer ideeller Verlust, denn im Haus wurden zahlreiche historische Utensilien aus den Jahren vor dem 2. Weltkrieg gelagert und restauriert. Nach über 2 ½ Stunden konnten die 46 Einsatzkräfte mit 8 Fahrzeugen in die Feuerwehrhäuser einrücken.

Bildautor: Herbert Wimmer/BFK-Mödling

 

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