Jän 2012 

Brand mehrerer Wohnungen mit Menschenrettung in Gumpoldskirchen fordert 5 Feuerwehren

Am Heimweg von einer Silvesterfeier entdeckte ein junger Feuerwehrmann in der Wohnhausanlage in der Pfaffstättnerstraße in Gumpoldskirchen einen Mistkübelbrand. Mangels Möglichkeiten, den Kleinbrand selbst zu löschen, verständigte er um 5 Uhr die Bezirksalarmzentrale und ließ die Freiwillige Feuerwehr Gumpoldskirchen alarmieren. "Doch von einer Minute auf die andere standen die 4 Altpapiercontainer plötzlich im Vollbrand", berichtete der Feuerwehrmann. Rasch breiteten sich die Flammen auf das Gebäude aus und drohten, auf mehrere Wohnungen überzugreifen.

In diesem Durchgang standen die Müllcontainer im Vollbrand

Noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte, begann der Feuerwehrmann bereits Wohnungen zu evakuieren. Als die Löschfahrzeuge der Feuerwehr am Einsatzort eintrafen, erhielten diese die Meldung eines weiteren Müllbehälterbrandes mehrere hundert Meter entfernt.

Die Müllcontainer brannten vollständig aus

Einsatzleiter Bezirksfeuerwehrkommandant LFR Richard Feischl erteilte erste Anweisungen und begab sich mit einem weiteren Löschfahrzeug zur zweiten Einsatzstelle. Nachdem der zweite Brand rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte, konzentrierten sich alle weiteren Tätigkeiten auf den Wohnungsbrand. Parallel wurde ein Atemschutztrupp zur Menschenrettung in das Gebäude geschickt und ein C-Rohr für den Außenangriff in Stellung gebracht.

Der Brand griff bis ins Dachgeschoß über

Der Atemschutztrupp begab sich in das völlig verrauchte Gebäude und konnte zu allererst die Hausbesorgerin aus der Erdgeschoßwohnung ins Freie bringen. Im ersten Stock mussten die Einsatzkräfte eine Türe aufbrechen, um in die Wohnung direkt über dem Brandherd zu gelangen. Dort wurden zwei unverletzte Personen vorgefunden -sie wurden unter Anlegung von Fluchtfiltermasken durch das Stiegenhaus gerettet. Die Bewohner einer weiteren Wohnung im Dachgeschoß waren zum Zeitpunkt des Brandes nicht zuhause.

Außenangriff über Hubrettungsbühnen

Während der laufenden Menschenrettung entschied Einsatzleiter Richard Feischl, die Freiwilligen Feuerwehren Guntramsdorf und Mödling mit der Hubrettungsbühne nachzualarmieren. Die Flammen hatten im Außenbereich und im Innenhof bereits bis auf das Dachgeschoß übergegriffen.

Besprechung der Einsatzleitung

Nach dem Eintreffen der Hubrettungsbühne wurde diese im Innenhof in Stellung gebracht, um den Löschangriff im Dachbereich fortsetzen zu können. Mit einem Hohlstrahlrohr wurden vom Korb der Hubrettungsbühne die Löschmaßnahmen von oben begonnen.

Zur Absicherung weiterer Atemschutztrupps und zur Unterstützung des Außenangriffes wurden noch die beiden Feuerwehren Traiskirchen und Möllersdorf aus dem angrenzenden Bezirk Baden nachalarmiert. Dadurch konnte über eine weitere Hubrettungsbühne im Außenbereich der Löscheinsatz intensiviert werden.

Während der Löscharbeiten wurde in der Dachgeschoßwohnung noch eine Katze aufgespürt. Das Tier wurde wohlbehalten den Nachbarn übergeben, die die weitere Betreuung übernahmen.

Das Dach musste geöffnet werden um Glutnester ablöschen zu können

Um 6 Uhr 15 konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden und war um kurz nach 7 Uhr vollständig gelöscht. Erst ab 8 Uhr konnten die ersten Feuerwehren den Einsatzort verlassen, um 9 Uhr rückte dann auch die Feuerwehr Gumpoldskirchen wieder ins Feuerwehrhaus ein.

Einsatzleiter Landesfeuerwehrrat Richard Feischl zum Einsatz: "In der Erstphase war die Lage aufgrund der zwei Brandstellen unklar und schwer überschaubar. Der Brand in der Wohnhausanlage breitete sich dramatisch schnell aus. Durch die vereinten Kräfte von 5 Feuerwehren aus 2 Bezirken konnte die Lage aber schlussendlich rasch unter Kontrolle gebracht werden."

Einsatzleiter Bezirksfeuerwehrkommandant Landesfeuerwehrrat Richard Feischl

Die Brandursache war zum Zeitpunkt des Einsatzes nicht bekannt, die Polizei geht aber von einem Fremdverschulden aus, die Details werden von der Brandursachenermittlung erhoben.

Insgesamt waren von den 5 eingesetzten Feuerwehren aus 2 Bezirken, 86 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen vor Ort.

Bildautor: Herbert Wimmer/BFK Mödling

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