Dez 2011 

Sechs Feuerwehrmänner des Bezirkes Mödling absolvieren Grundkurs zum Höhenretter

Ein Herzinfarkt eines Kranführers in luftiger Höhe, eine mehrere Meter tief abgestürzte Person auf einer Baustelle, eine verstiegene Katze, oder auch nur die professionelle Sicherung bei Arbeiten nach Stürmen auf einem Dach: all dies sind Einsatzsituationen auf welche Feuerwehren des Bezirkes Mödling jederzeit treffen können.

Leider stößt bei Einsätzen im Bereich der Höhen- und Tiefenrettung so mancher Einsatzleiter rasch an die Grenzen des benötigten Gerätes bzw. der für diesen Aufgabenbereich geschulten Mannschaft. Aus diesem Grunde wurde bei vielen Feuerwehren in den letzten Jahren damit begonnen, KameradenInnen speziell auszubilden und Equipment zu beschaffen.

Um die teilweise bereits vorhandenen Mittel richtig einzusetzen und das gewünschte Einsatzziel zu erreichen, besuchten sechs Mann des Bezirkes Mödling den Basis Kurs zum Höhenretter im Trainingszentrum der Höhenwerkstatt in Baden.

Im Zuge dieses zwei Tage dauernden Kurses Anfang Dezember wurden die Mitglieder der Feuerwehren Breitenfurt und Wiener Neudorf für die im Höhenrettungsalltag möglichen Aufgaben geschult.

Die Inhalte dieser Spezialausbildung setzten sich aus einem theoretischen sowie einem umfangreichen praktischen Teil zusammen.

Zu Beginn des ersten Tages wurden die Teilnehmer wie folgt unterrichtet:

•Gesetzliche Grundlagen für das Arbeiten in Höhen und Tiefen

•Risikoeinschätzung und –Wahrnehmung

•Mögliche Anschlagpunkte

•Sturzfaktor

•Pflichten, Kennzeichnung, Lebensdauer, Risiken, Lagerung sowie die Pflege der persönlichen Schutzausrüstung.

Nach der Vermittlung dieser theoretischen Kursinhalte wurde die restliche Zeit dazu verwendet, die lebenswichtigen Handgriffe im Bereich der Höhen- und Tiefenrettung zu erlernen.

Folgende Stationen mussten dabei von jedem Feuerwehrmann absolviert werden:

•Der gesicherter Auf- und Abstieg am Seil

•Das aktive und passive Abseilen

•Effiziente Rettungsmethoden aus unterschiedlichen Bereichen (z.B.: Dächern, Masten)

•Die Rettung ins Seil gestürzter Personen

•Das Arbeiten mit Flaschenzugsystemen

•Das ständige Arbeiten unter einer Redundanzsicherung

•Sowie die Auswahl und Testmöglichkeiten verschiedenster persönlicher Schutzausrüstungen.

Durch diese zertifizierte und nach internationalen Maßstäben angesehene Ausbildung konnte nach erfolgreichem Bestehen aller gestellten Aufgaben für die Mitglieder der zwei Wehren der Grundstein zur Mitarbeit in einer Höhenrettungsgruppe gelegt werden.

Bildautor: Lukas Derkits / BFK Mödling

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