Dez 2009 

Chlordioxidaustritt im Stadtbad Mödling

Im Stadtbad der Stadtgemeinde Mödling kam es am Vormittag zu einem Zwischenfall im Keller des Technikraumes. An der Entkeimungsanlage für das Spülwasser der Filterrückspülanlage (für alle Schwimmbecken im Bad) trat eine Chlordioxidlösung aus.

Der Techniker des Stadtbades Mödling bemerkte bei seinem Rundgang eine Geruchsbelästigung im Hallenbad. Bei der Kontrolle im Keller wurde die Schadenslage bemerkt und er drehte sofort den Haupthahn für das Chlordioxid zu. Da Chlordioxid ein lebensbedrohliches Gas ist, wurde eine sofortige Sperre des Bades veranlasst und die Feuerwehr verständigt.

Die Bezirksalarmzentrale Mödling alarmierte um 8.40 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Mödling zum Schadstoffeinsatz. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges war nach der Erkundung durch Einsatzleiter ABI Peter Lichtenöcker noch nicht klar, in welchen Mengen das Chlordioxid ausgetreten war.

Der Atemschutztrupp rüstete sich mit Schadstoffanzügen der Schutzstufe II aus und begab sich mit dem Messegerät Dräger AMX 7000 zur Lageerkundung in den Keller. Weiters wurde die Freiwillige Feuerwehr Wr. Neudorf nachalarmiert.

Zur Sicherheit wurde von den Einsatzkräften der Feuerwehr Mödling ein C-Rohr in Stellung gebracht, um etwaige Dämpfe niederschlagen zu können. Außerdem wurde auch das Be- und Entlüftungsgerät zum Absaugen des Gases vorbereitet. Seitens der Feuerwehr Wr. Neudorf wurde ein Rettungstrupp im Eingangsbereich bereitgestellt.

Der Schadstofftrupp der Feuerwehr Mödling konnte den Austritt der Chlordioxidlösung an einer Leitung im Keller lokalisieren. Auf die ausgetretene Menge wurde ein vom Stadtbad zur Verfügung gestelltes Neutralisierungsmittel aufgetragen. Weiters wurden Lüftungsmaßnahme gesetzt.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wr. Neudorf richteten inzwischen ein Dräger Prüfröhrchen samt Pumpe für Messarbeiten vor. Die Messung ergab glücklicherweise keine lebensbedrohliche Werte mehr. Zur Sicherheit wurde vom Mitglied der NÖ Schadstoffgruppe, BSB Ing. Manfred Haslinger Messungen mit dem vom NÖ Landesfeuerwehrverband stationierten GDA2 (Gas Detector Array 2 - Tragbares System zur Erfassung von chemischen Gefahrenstoffen) durchgeführt. So konnte der Einsatz nach rund zwei Stunden beendet werden und die insgesamt 23 Mann mit deren 7 Fahrzeugen wieder einrücken.

Bildautor: Herbert Wimmer/BFK Mödling

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